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2007 Ith
Eine "Marathon"-Wanderung
Von Springe über den kleinen Deister und Ith nach Bantel am 15. April 2007
Uwe, Torsten und Peter
Wieder eine Vorbereitungstour auf den großen Treck im Mai. Natürlich in heimischen Gefilden. Torsten hatte eine schöne Wanderung ausgearbeitet, von Springe über den kleinen Deister nach Coppenbrügge und dann auf dem Ithkammweg nach Alfeld. Hört sich erstmal ganz schön weit an, aber nach Torstens Messungen mit dem digitalen Entfernungsmesser so um die 35 km, also zu schaffen.

Der Zeitpunkt war genial. Wir befanden uns mitten im Jahrhundert-April, Sonne, Sonne, Sonne... Wir fuhren mit der S-Bahn nach Springe und um 8:30 Uhr begann unsere Tour. Erst die Stadt in der sonntäglichen Morgenstille Richtung Jagdschloss (km 4) durchquert und dann am selbigen der Einstieg in den Saupark. Der Saupark Springe, der viele Wildtierarten beherbergt, wird von einer 16,3 km langen, 2 m hohen und 60 cm breiten Steinmauer eingerahmt. Sie verläuft im Norden und Osten entlang des Waldrandes und im Süden mitten durch den Wald über den Kamm des Nesselbergs. Die Mauer entstand zwischen 1836-39. Als Baumaterial wurde ortsnah in kleinen Steinbrüchen gebrochener Jura-Kalkstein verwendet. Die Mauer wurde teilweise als Trockenmauer errichtet, aber zum Mauern wurde auch Kalkmörtel verwendet. Der Haupteingang befindet sich am oben erwähnten Jagdschloss. Dazu kommen noch acht Nebeneingänge. Im Park verlaufen zahlreiche Wanderwege, die insgesamt rund 50 km lang sind. Der Park ist ein alter Laubmischwald aus Buchen und Eichen, Birken. Neben Felswänden, Höhlen, Hügelgräbern, Wasserquellen und Wildwiesen und Kastanienalleen gibt es hier noch zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten. Das Gebiet wurde von den hannoverschen und preußischen Herren als Jagdrevier genutzt und zu diesem Zweck zwischen 1836 und '39 mit einer Mauer umzogen. König Ernst August von Hannover hatte sich hier 1837 eine Staatsjagd eingerichtet, die später von Kaiser Wilhelm II. und den niedersächsischen Ministerpräsidenten und ihren Staatsgästen genutzt wurde. Das im Norden des Parks am Haupteingang stehende Jagdschloss, dass zwischen 1838 und '42 nach Plänen des Hofbaumeisters Georg Ludwig Friedrich Laves erbaut wurde, dient heute als Jagdmuseum.

Im kleinen Deister Rastplatz Wolfsbuche
Leichte Anstiege auf Forstwegen kennzeichneten den Weg Richtung Wolfsbuche. Hier entdeckten wir eine große ‚Rastanlage’ mit Hütten, Grillplätzen und alles, was man zu einem Picknick im Grünen braucht. Also, Zeit für ein Frühstück und einen kleinen Schnaps hinterher.

Die Schätze werden aus dem Rucksack geholt Wir haben den Saupark wieder verlassen
Weiter ging es durch nach wie vor herrlichem Laubwald Richtung der Verbindungsstraße von Eldagsen nach Coppenbrügge, die wir querten (km 12).
Nun kam der Abstieg vom kleinen Deister nach Salzburg (km 15). Leider hatte das gleichnamige Waldgasthaus den Biergarten noch nicht fertig renoviert, so dass es über Felder weiter ging nach Coppenbrügge (km 19). Der Ith liegt nun in voller Pracht vor uns

Blick von Salzburg auf den Ith Die Mittagspause
So gestärkt begannen wir den Ith zu erklimmen. 300 Höhenmeter lagen vor uns, um auf die gut 400 m des Ithkamms zu gelangen. Es war sehr schweißtreibend, aber wunderschöne Ausblicke sowie bizarre Felsformationen belohnten uns.

Bärlauch Adam und Eva im Ith
Oben angekommen, ging es auf dem Ithkammweg weiter gen Süden. Es ist ein schmaler, leicht gewundener Wanderweg mit immer wieder schönen Ausblicken und ein Meer von Bärlauch zwischen den Bäumen.

Noch zwei Bier, bevor es auf die letzten 12 km über Feldwege, Landstraßen und
Ortschaften geht. Leider eine durchgängig waldlose Etappe, die uns über
Deilmissen und Eime nach Banteln führte.
Der Ratskeller in Salzhemmendorf
Jetzt wurde es nochmal spannend: war der Bahnhof noch in Betrieb?? Gegen 19 Uhr lag er in voller Pracht in Sichtweite (km 45), und tatsächlich, gerade fuhr ein Metronom ab in Richtung Hannover. Gott sei Dank, die Züge hielten. Ärgerlich jedoch, dass gerade einer weg war. Also noch eine Stunde warten. Aber die Zeit war gut angelegt im Lindenhof, zwei kühle Pils ließen die Anstrengungen vergessen.
Der Lindenhof in Banteln Auf der Rückfahrt
ie anschließende Rückfahrt war sehr entspannend, wobei noch die Vorräte an Kräuterschnaps aufgebraucht wurden. Allerdings qualmten die Füße nach so einer Etappe gewaltig.
Ach ja, unser Vermessungskünstler Torsten hat uns am nächsten Tag aufgeklärt. An seinem digitalen Entfernungsmessgerät hat er bei der Eingabe des Maßstabes leider nicht die Bestätigungstaste gedrückt. Also ein falscher Maßstab im Gerät und damit wurden die geschönten 35 km gemessen. In Wirklichkeit wären es weit über 50 km gewesen. Hätte er mal die Ingenieure rangelassen, die verstehen halt mehr von Technik...
interessanter Link: www.weserbergland.com